Newsletter Juli 2021

Aktualisiert: Juli 21


Hier der 1. Newsletter mit dem neuen JIK-Layout. Auch unsere Webseite www.jugendinterkult.de ist neu gestaltet, so dass u.a. Fahrtanmeldungen, JIK-Beitritte und Spenden jetzt viel einfacher geworden sind.


1. ToN-Wiederaufbauhilfe (Spenden seit 2020: 115.000 €)


Die im Mai und Juni auf dem ToN angerichteten Schäden (zahlreiche Zerstörungen auf dem Gelände sowie großer Brandanschlag mit Vernichtung tausender Bäume) belaufen sich nach Schätzungen und Gutachten der Landwirtschafts-kammer Bethlehem auf ca. 110.000 USD.

Vor einigen Tagen wurden sogar Daouds Ehefrau Jihan und ihre Kinder in ihrem Auto von maskierten Männern angegriffen, wobei die Autoscheiben zertrümmert worden, so dass sie um ihr Leben fürchteten. Man fragt sich langsam, wie stark sich die Gewaltspirale noch weiterdrehen wird.


Es gibt aber auch Erfreuliches zu berichten.

Dank über 500 Spenden seit 2020 hat JIK bisher 115.000 € als Wiederaufbauhilfe gesammelt, so dass die Behebung dieser großen Schäden zumindest finanziell abgesichert ist.

Im August wird ein weiterer Geldkurier nochmals eine große Geldsumme zum ToN mitnehmen, so dass diese Summe dann zu 95% vor Ort zur Verfügung steht.


Ein wichtiges Ergebnis der Zoom-Konferenz am 18.7. mit Daoud Nassar und über 40 TN aus den deutschsprachigen UnterstützerInnenkreisen ist, dass u.a. mit den verschiedenen kirchlichen deutschen Organisationen ein deutsches „Schutzdach“ für das ToN im Rahmen eines Meetings der Verantwortlichen geknüpft werden soll.

Ebenso in Planung ist ein Schreiben mit konkreten Fragestellungen, mit dem UnterstützerInnengruppen in aller Welt sich an die jeweiligen Regierungen wenden können.

Neben dem EU-Beauftragten für Palästina, dem Nahost-Beauftragten im AA, dem Leiter des deutschen Konsulats in Ramallah, den verschiedenen EU-Vertretern sowie diversen Bundestagsabgeordneten sind in diesen Prozess auch VertreterInnen bzw. RepräsentantInnen der katholischen und evangelischen Kirche mit eingebunden, um ihren Einfluss auf die deutsche, israelische sowie palästinensische Politik geltend zu machen und den Erhalt des ToN zu sichern.

Der Leiter des deutschen Konsulats, EU-Vertreter/-innen bzw. Parlamentarier/-innen aus der Schweiz, Frankreich, Holland etc. waren inzwischen bereits auf dem ToN und werden hoffentlich zugunsten des ToN tätig werden.


Daoud Nassar hat durch den ehemaligen Volontär Johannes Koch Unterstützung erhalten, der ihm u.a. bei der Wiederaufforstung hilft. Wenn ab 1.9. wieder ausländische Gäste nach Israel-Palästina einreisen dürfen, werden weitere Volontäre aus den USA zum ToN kommen. Es soll dann eine groß angelegte Baumpflanzaktion mit vielen ausländischen VolontärInnen gestartet werden. Leider muss für das ToN auch noch viel Wasser für die fast leeren Zisternen gekauft werden, da bei den großen Löschaktionen sehr viel Wasser gebraucht wurde.

Hoffentlich können wir und auch andere Gruppen im Herbst zum ToN fahren, um unsere Unterstützung deutlich zu machen und die dringend erforderliche internationale Präsenz herzustellen.


Übrigens hat nach dem deutschen EU-Botschafter Sven Kühn von Burgsdorff jetzt auch der kanadische UN-Sonderbeauftragte für Palästina Michael Lynk den israelischen Siedlungsbau heftig kritisiert und sogar als Kriegsverbrechen bewertet:

„Israels Siedlungen verfolgten den Zweck, die besetzten Gebiete dauerhaft unter Kontrolle zu halten und einen eigenen Palästinenserstaat zu verhindern, führte Lynk aus. Genau deswegen seien solche Praktiken durch die vierte Genfer Konvention von 1949 und das Römische Statut von 1998 untersagt …


(Israelische Siedlung bei Jerusalem. Foto: dpa)


Laut Lynk gibt es in Ostjerusalem und im Westjordanland derzeit knapp 300 israelische Siedlungen mit mehr als 680.000 Bewohnerinnen und Bewohnern. Deren illegaler Status sei durch den UN-Sicherheitsrat, die UN-Vollversammlung, den Menschenrechtsrat sowie den Internationalen Strafgerichtshof und andere Organisationen bekräftigt …

Es sei ein ‚tragisches Paradox‘, dass die Staatengemeinschaft bei der Durchsetzung ihrer eigenen Gesetze so zögerlich sei, sagte Lynk. Stattdessen könne Israel die entsprechenden UN-Resolutionen ignorieren, weil es keinerlei internationale Rechenschaftspflicht gebe. Dabei sei die Zeit bloßer Kritik an den Siedlungen vorbei, sagte Lynk. Der einzige Weg liege in einem ‚neuen Ansatz auf Grundlage des internationalen Rechts‘."


Den gesamten Zeitartikel finden Sie unter dem nachstehenden Link:

https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-07/israel-siedlungen-westjordanland-kriegsverbrechen-uno-nahost


Zum Wiederaufbau und zur Unterhaltung des ToN (inkl. immenser Gerichtskosten) werden weitere Spenden dringend benötigt.

Bankverbindung - Kontoinhaber: JugendInterKult e.V., BIC: GENODED1BRS, IBAN: DE09 3806 0186 0704 8870 19 | Verwendungszweck: „ToN“ + Anschrift wg. Spendenquittung ab 100 €

Hier ein Link zu einem Video aus vergangenen Jahren, als das ToN noch sehr aktiv war und von vielen ausländischen Gruppen besucht wurde http://zeltdervoelker.ch/


Zum Schluss noch ein aktueller Presseartikel von Johannes Zang: Der Friedensvisionär - Arbeiten an einer besseren Zukunft für Palästina: Ein Besuch bei Daoud Nassar (Tagespost vom 8.7. 2021)


2. Friedensprojekt "Engel der Kulturen" (Spenden 2020/22: 40.000 €)


Installation einer Engel-der-Kulturen-Landmarke im Neulandpark


Bei einem Besuch des Leverkusener Neulandparks im letzten Jahr haben die Künstler des Projekts Engel der Kulturen, Carmen Dietrich und Gregor Merten, wahrgenommen, dass sich in den Menschen, die diesen Park besuchen, die ganze Multikulturalität der Stadt Leverkusen widerspiegelt. Es fiel außerdem auf, dass dort viel Platz ist - Raum für mehr Angebote, die die Aufenthaltsqualität weiter steigern könnten.


So ist ihnen der Gedanke gekommen, dort einen "Zwilling" der Engel-der-Kulturen-LandArt-Installation im Westjordanland zu platzieren. Diese formt sich seit 2014in der Nähe von Bethlehem in einem Durchmesser von 30 Metern auf dem Gelände der christlich-palästinensischen Familie Nassar, die dort das international bekannte und bis zur Corona-Pandemie gut besuchte Friedenscamp "Tent of Nations" betreibt. Dessen gewaltfreies Engagement für Gerechtigkeit und Versöhnung unter dem Motto "Wir weigern uns, Feinde zu sein" wird seitdem nun auch durch diesen weithin sichtbaren Engel der Kulturen verbildlicht. Das interaktive Objekt wird im Laufe der Zeit von den verschiedenen BesucherInnen des Friedenscamps - u.a. Volontäre aus der ganzen Welt - mit Steinen aus der Umgebung in der Fläche befüllt und ergänzt, symbolisch auch mit Steinen aus den Herkunftsländern. Jugendinterkult e.V. (JIK) begleitet das Projekt und mit Spenden des Vereins sowie der Bethe-Stiftung Bergisch Gladbach wird der Fortgang ab 2022 ermöglicht.


Im Leverkusener Neulandpark soll nun eine ebenso große Engel-der-Kulturen-Landmarke die Begegnung mit Kunst in einer unerwarteten, ungewohnten Form ermöglichen und zu einer gedanklichen Auseinandersetzung mit den in der Installation angesprochenen Inhalten anregen. Die Vorstellung der Projektidee im Januar 2021 bei Oberbürgermeister Richrath stieß auf dessen Zustimmung. Nachdem auch der Rat der Religionen der Stadt das Konzept einstimmig befürwortete, werden aktuell die ersten notwendigen Schritte zur Realisierung unternommen. Auch dieses Projekt wird durch JIK unterstützt.


Engel der Kulturen im Foyer des Polizeipräsidiums Dortmund


Auf Anfrage des Polizeipräsidenten entstand eine Engel-der-Kulturen-Skulptur, deren Aufstellung im Foyer des Präsidiums Dortmund Ende August im Rahmen eines „Ersten Tages der Werteorientierung des Polizeipräsidiums Dortmund“ in Anwesenheit von NRW-Innenminister Herbert Reul eingeweiht wird. Diese Veranstaltung wurde durch die Projektgruppe „Früherkennung extremistischer Verhaltensweisen“ erarbeitet, die unter anderem den Auftrag hatte, ein Handlungskonzept zur Früherkennung, Prävention und Bekämpfung extremistischer Einstellungen und Verhaltensweisen von Beschäftigten des Polizeipräsidiums Dortmund zu erstellen.


In der Einladung des Polizeipräsidenten heißt es u.a.:

"Der die drei großen Weltreligionen verbindende „Engel der Kulturen“ und die künstlerische Rückbesinnung auf den Diensteid des Landes NRW sollen jederzeit für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt, aber insbesondere auch für alle Beschäftigten meiner Behörde, eine auf den Werten der freiheitlich-demokratischen Grundordnung basierende Polizeiarbeit symbolisieren und ein sichtbares Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus, Diskriminierung oder Ausgrenzung in jedweder Form setzen."


Bankverbindung - Kontoinhaber: JugendInterKult e.V., BIC: GENODED1BRS, IBAN: DE09 3806 0186 0704 8870 19 | Verwendungszweck: „Engel der Kulturen“ + Anschrift wg. Spendenquittung ab 100 €


3. Theaterprojekt (1.9.21 - 22.6.22) GS in Lohmar - JIK-Förderung: 6 T €


Geplant ist die Aufführung eines selbst entworfenen und einstudierten, innovativen Stücks durch Jugendliche der Gesamtschule Lohmar ab ca. 15 Jahre am 22./23.6.22 ebenfalls in der Jabachhalle, für die wir die bekannte Bonner Schauspielerin, Theaterpädagogin und Regisseurin Vanessa Topf (Vita) anstelle unseres bisherigen Theaterpädagogen Jürgen Albrecht engagieren konnten.


Nähere Infos dazu rechtzeitig vor dem VVK. Auch hier haben JIK-Mitglieder ermäßigten Eintritt.




4. Straßenkinderpädagogik in Medellin, Kolumbien (Spendenziel: 10 T €)


Das Projekt von Don Bosco - Schule auf der Straße - zeigt, wie Straßenpädagogik lebensweltorientierte Bildungsangebote an Straßenkinder in Kolumbien macht. Eine Schule direkt auf der Straße, für diejenigen, die nicht in die Schule können.

Youtube-Video - Kolumbien: Straßenpädagogik und die Straßenkinder von Medellin - Don Bosco


Die aktuelle Don-Bosco-Ausstellung „Drei Fragen: Glück“ des LVR-Museums in Bonn dokumentiert die Antworten von 18 Menschen aus Kolumbien, Iran, Indien, Syrien, Ukraine, USA und Deutschland - ergänzt durch eindrucksvolle, großformatige Porträtfotografien der Befragten. Auch Teilnehmer*innen von “Beethoven Moves!“ kommen hier zu Wort. Außerdem ist der Fotokurzfilm „Drei Fragen: Glück – Kaleidoskop Europa“ zu sehen. „Drei Fragen: Glück“ ist ein Aufruf, unsere Welt aktiv mitzugestalten. Die Ausstellung lädt zum eigenen Nachspüren ein, wann wir Glück empfinden, aber auch, in welcher Welt wir eigentlich leben möchten – und was jeder ganz persönlich dafür tun kann. Themen, denen sich auch die gleichzeitig stattfindende Ausstellung “Beethoven Moves!” unter einer anderen Perspektive nähert.

Weitere Infos unter: www.strassenkinder.de


Übrigens arbeiten wir an einer engeren Kooperation mit der global tätigen Hilfsorganisation Don Bosco, um so entscheidende Synergieeffekte bezüglich des Spendenaufkommens beider Organisationen erzielen zu können. Mehr dazu vielleicht schon im nächsten Newsletter.


Bankverbindung - Kontoinhaber: JugendInterKult e.V., BIC: GENODED1BRS, IBAN: DE09 3806 0186 0704 8870 19 | Verwendungszweck: „Straßenkinder Medellin“ + Anschrift wg. Spendenquittung ab 100 €


5. Jugendhilfe Palästina (bisher Spenden von über 12.000 €)


Neu in unsere Förderung aufgenommen haben wir mit zunächst 1.000 € die Unterstützung von palästinensischen SchülerInnen an der Talitha-Kumi-Schule in Beit Jala (Bethlehem), in großen finanziellen Nöten sind und u.a. das Schulgeld nicht mehr bezahlen können bzw. weitere Unterstützung für ein Praktikum in Deutschland benötigen. Diese in deutsch-lutherischer Trägerschaft befindliche Schule hat – wie die in katholischer Trägerschaft (DVHL) stehende Schmidt-Schule in Ost-Jerusalem, mangels genügend christlicher SchülerInnen im Heiligen Land bereits einen muslimischen Schüleranteil von ca. 75%.


Mit Ihrer Hilfe möchten wir im Rahmen unserer zur Verfügung stehenden Mittel einen Beitrag zum Erhalt dieser 2 vorbildlich geführten und interreligiös arbeitenden christlichen Schulen leisten.






(Talitha-Kumi-Schule in Beit Jala)


Bankverbindung - Kontoinhaber: JugendInterKult e.V., BIC: GENODED1BRS, IBAN: DE09 3806 0186 0704 8870 19 | Verwendungszweck: „Jugendhilfe Palästina“ + Anschrift wg. Spendenquittung ab 100 €


6. Flüchtlingslager in Griechenland



(Griechisches Flüchtlingslager Eleona bei Athen. Foto: dpa)


Alle kennen die verstörender Bilder des inzwischen abgebrannten Flüchtlingslagers Moria auf der Insel Lesbos. Inzwischen sind diese Flüchtlinge auf verschiedene Lager des griechischen Festlandes verteilt worden. Dort herrschen mittlerweile ähnlich katastrophale Zustände wie in Moria. Die Zelte sind defekt und voller Kakerlaken, unzureichende Kanalisation, unhaltbare hygienische Zustände auf den Toiletten (ekelhafte Plumsklos) etc.


Rosmarie und ich sind deshalb involviert, da wir jahrzehntelang u.a. kongolesische Flüchtlingsfamilien betreuen, von denen einige Verwandte nach abenteuerlicher Flucht seit über 4 Jahren in solchen griechischen Lagern leben.

Eine Tochter, Lutumba Mbombo, hat nun einen hohen 4-stelligen Betrag von uns nach Griechenland mitgenommen, um ihre in mehreren Lagern (u.a. in Eleona) untergebrachten Verwandten, darunter 2 Geschwister und ihre Mutter (ihr Vater ist bereits im Lager gestorben), irgendwie nach Belgien bringen zu lassen. Da sie mehrere Tage in diesen Lagern gelebt hat, haben wir von ihr erschütternde Videos und Berichte über diese katastrophalen Zustände erhalten. In einem Lager müssen die Flüchtlinge ihre Nahrungsmittel selbst kaufen.


Es gibt überhaupt keine Ansprechpartner und ca. einmal pro Woche kommt ein kleines Ärzteteam von „Ärzte ohne Grenzen“, um zumindest ansatzweise eine medizinische Notversorgung zu gewährleisten. Es gibt keine Spielmöglichkeiten bzw. Spielsachen für Kinder. Sie leben dort wie Straßenkinder in den ganz armen Weltregionen.

Alle Flüchtlinge berichten, dass die türkischen Flüchtlingslager viel besser geführt und ausgestattet seien.


Das ist wohl ein Armutszeugnis 1. Klasse für Griechenland.

Da fragen wir uns natürlich, wofür die griechische Regierung eigentlich die vielen EU-Gelder verwendet, wenn die Flüchtlinge noch nicht mal genügend Nahrungsmittel erhalten??!!


Übrigens war ich im Februar 2016 auf Einladung der jordanischen Regierung im größten Flüchtlingscamp Za'atari der UNHCR an der syrischen Grenze (über 100.000 syrische Flüchtlinge), um mich vor Ort über die Lage dort zu informieren, da seit 2015 viele syrische Flüchtlinge nach Deutschland kamen und wir seitdem auch die inzwischen 4-köpfige syrische Flüchtlingsfamilie Delkhwas betreuen. Dort wurde ich vom Lagerkommandanten White empfangen und mit einem Jeep durch das Lager geführt. Ich habe dann der Leiterin eines der Kindergärten 3.000 € in bar von JIK für Anschaffungen bzw. ein Kinderprojekt übergeben, für das die UNO-Hilfsorganisation kein Geld zur Verfügung stellen konnte.

Auch wenn dieses Camp – wie viele andere - eine Sackgasse ist und die meisten Flüchtlinge wohl bis zu ihrem Tod bleiben müssen, herrschen dort – im Gegensatz zu den griechischen Lagern - zumindest einigermaßen menschenwürdige Zustände und Mindeststandards. Die Menschen können sich an eine Lagerverwaltung wenden, wo ihnen, soweit es möglich ist, geholfen wird.


Omar und Amad Delkhwas kamen als sehr junges Paar nach Deutschland und haben 3 Jahre bei uns im Dachgeschoss gewohnt. Sie haben inzwischen 2 Kinder, die in den Kindergarten gehen, und eine sehr schöne Wohnung in Troisdorf, wobei ich vorher mit ihnen 40 Wohnungen (!!!) angeschaut habe, die ihnen als muslimische Flüchtlinge mit kleinen Kindern verweigert wurden. Omar hat sich dank meiner finanziellen Starthilfe selbständig gemacht und betreibt eine Änderungsschneiderei mit Reinigung in Troisdorf. In spätestens 3 Jahren wird die gesamte Familie deutsche Pässe bekommen – ein Beispiel für gelungene Integration.

(links: Omar mit Rosmarie vor seinem neuen Schneider-Atelier)


Die Lösung der Flüchtlingsproblematik kann nur darin liegen, dass wir die Lebensverhältnisse in deren Ländern verbessern, wozu wir mit den bescheidenen Mitteln von JIK einen kleinen Beitrag leisten, der hoffentlich noch viel mehr Nachahmer/-innen finden wird.


In Deutschland gibt es ein Barvermögen von ca. 7 Billionen €, wobei die 100 reichsten Deutschen knapp 700 Mrd. € besitzen. Rund 20 Millionen Menschen in Deutschland haben laut „Bilanz des Helfens 2020“ im vergangenen Jahr etwa 5,1 Mrd. € gespendet, das heißt, Sie repräsentieren mit Ihrer Spendenbereitschaft immerhin fast ein Drittel der deutschen Bevölkerung ab 25 Jahren.

Angesichts des immensen Reichtums in den Industrienationen ist jedoch nicht nur, aber auch bei uns bezüglich der Spendenbereitschaft noch sehr viel Luft nach oben.


7. Flutkatastrophe bei uns


(links: Flutkatastrophe in NRW: Foto: dpa)


Mittlerweile spüren nicht nur die ärmeren Weltregionen die Folgen des von uns verursachten Klimawandels.

Hitzerekorde und riesige Waldbrände in Kanada und Kalifornien, aber auch orkanartige Böen sowie sintflutartige Regenfälle mit der derzeitigen Flutkatastrophe (vermutlich über 200 Todesopfer) bei uns zeigen, dass auch wir die Folgen unserer zahllosen Klimasünden künftig immer stärker am eigenen Leib zu spüren bekommen.

Es wird höchste Zeit, dass sich auch in Deutschland ein Bewusstsein für globale Verantwortung entwickelt und wir uns alle die christlichen Grundwerte wie Erhaltung der Schöpfung und Einsatz für die Schwachen überall auf der Welt zu eigen machen.


Auch für die Flutopfer haben Rosmarie und ich einen 4-stelligen Betrag gespendet, da viele betroffene Familien nicht nur den Verlust von Angehörigen beklagen müssen, sondern auch neben hohen Sachschäden mangels ausreichender Versicherung für ihre Immobilie gegen Hochwasserschäden buchstäblich vor dem Nichts stehen.

Bankverbindung des Aktionsbündnisses Katastrophenhilfe (Caritas International, DRK und Diakonie) IBAN: DE65 100 400 60ß0 100 400 600 – Stichwort „ZDF Hochwasser Deutschland“


8. Fahrt nach Israel-Palästina-Jordanien (8.-24.10.21)


Wir hoffen natürlich, dass diese letzte und Corona-bedingt einzige internationale Jugendbegegnung 2021 wie vorgesehen stattfinden kann.

In Israel, Jordanien, aber auch bei uns steigen die 7-Tage-Inzidenzen wieder kontinuierlich, es gibt ständig neue Reisewarnungen, Auflagen etc., so dass alle Planungen von Auslandsreisen zurzeit einem Ritt auf der Rasierklinge gleichen.

Bleibt gesund und zuversichtlich

Euer Gregor (0163-6335535)